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Seit der Gründung bis zum Jahre 1993 hatte der Verein zwar ein paar Jugendliche als Mitglieder, aber von mehr als
einer "Chaotentruppe" konnte man nicht sprechen. Klaus Nolde versuchte zwar Ordnung und Spielgeist zu
vermitteln, jedoch war unsere Trainingsmoral nicht zu wecken; wir waren nur unregelmäßig beim Training.
So richtig aktiv wurden wir erst 1993. In diesem Jahr wurde der Posten des Jugendwartes (vorher wurde er immer
von einem Vorstandsmitglied übernommen) zum ersten Mal an Andreas Puszicha vergeben. Der weiterer Schritt, aus
uns Einzelchaoten (Stefan Schmitz, Andreas Schieren, David Merz, Marco Kaldenhoven, Ilhan Durdu, Kristina Wulf
und Kerstin Damann) ein Team zu schmieden, erfolgte kurz darauf: die erste Jugendmannschaft wurde geboren. Wir
kannten zwar das Wort "Mannschaft" wie auch das Wort "Training", hielten aber ihre Umsetzung
für unnötig. Trotz Alters- und Leistungsunterschieds – unsere Jungen waren im Durchschnitt zwei Jahre jünger -
meisterten wir unsere erste Saison recht gut und belegten einen Platz im unteren Drittel der Tabelle. Auf der
Weihnachtsfeier bekam unsere Mannschaft Zuwachs: Unser Maskottchen! Von diesem Tag an hatten wir immer einen
Spieler zuviel und nie genug Platz im Auto.
Auch in der Saison 94/95 traten wir in gleicher Besetzung an. Wir belegten zwar einen bessereren Tabellenplatz, jedoch reichte unsere Trainingsmoral auch hier noch nicht zum Aufstieg. Typische Trainingssituation: "Los auf geht´s, warmlaufen, dehnen, kräftigen". – "Nö, wie wäre es denn mit Fußball?" oder "Oh, `tschuldigung, wir sind zu spät, aufwärmen fällt aus!" Unser Jugendwart und gleichzeitiger Trainer hat es jedoch trotzdem geschafft, uns bei Laune zu halten und aus uns ein Team zu machen.
Um alle bei Laune zu halten, fuhren wir unter Anleitung von dreieinhalb Betreuern (eine konnte sich nicht dazu
überwinden, schon zu den Erwachsenen zu gehören) zum Campen. Jeden Tag, wie sollte es auch anders für eine
Badmintontruppe sein, spielten wir FUSSBALL. Danach gab es Cola- und Bierpartys.
Das Bier natürlich nur für die Betreuer; ehrlich gesagt brauchten die "Kurzen" auch keinen Alkohol, um abzudrehen: die Cola genügte. Man nehme zwei Liter Cola, wenig Essen, eine Wiese (ohne Schlaglöcher) und schicke jemanden zur Toilette. Dabei kommt heraus: drei Schritte nach vorne, einen nach links, Boden küssen,...! In unserer
Reiseapotheke fand sich zum Glück die Medizin: ein Ein-Guldenstück (Eine kalte Dusche und alles war wieder normal).
In der Saison 95/96 bekamen wir junges Blut in unsere Mannschaft: Sabrina Wessel und Kerstin Trinczek traten
die Nachfolge der "Alten" an. Mit dem Wechsel kam auch ein Alterswechsel in die Mannschaft; die Jungen
waren nun die älteren und die Mädchen die jüngeren. Mit dieser Mannschaft (es zählten noch dazu: Steffen Lux,
David Merz, Andreas Schieren und Stefan Schmitz ) schaffte es die Jugend, zum ersten Mal aufzusteigen: Glückwunsch!
In dieser Saison hatte eine weitere Mannschaft ihren ersten Auftritt: Unsere Minimannschaft. Die Erstbesetzung
Bestand aus Julia Heitkötter, Karina Hüskes, Ricarda Wessel, Denis Ardelmann, Dominik Franz und Lutz Pepping.
Zum Teil war der Schläger noch größer als unsere Minis, doch sie haben trotz "größerer Gegner" -
teilweise konnten diese schon über den Schlägerkopf schauen - immer den Kopf oben gehalten und es floß nur
sehr selten eine Träne.
Im November 1995 schlug das Schicksal zu: Unser Jugendwart Andreas Puszicha verstarb. Der Verein trauerte nicht
nur über den Verlust eines Freundes, sondern auch die Jugendarbeit erlitt einen Rückschlag. Sein Stellvertreter
Dirk Koch übernahm den Posten bis zur Neuwahl, jedoch fehlte eine wichtige Person, die sich voll und ganz in
diese Arbeit vertiefte. An dieser Stelle sei allen Eltern nochmals dafür gedankt, daß sie damals (und auch
noch heute) eingesprungen sind, um die Jugend / Schüler / Minis zu ihren Spielen zu fahren.
In diesem Jahr gab es eine vorgezogene Neuwahl des Jugendvorstandes. Kerstin Damann übernahm den Posten des Jugendwartes. Als erste große Aufgabe für den Jugendvorstand galt es, eine noch bessere Camping-Fahrt zu planen als die vorherige. Nach ein paar Anfangsschwierigkeiten ging es los:
Die Saison 96/97 stellte die Jungen vor ein Problem. Keiner von ihnen hatte eine Freundin, die Badminton spielen konnte. Doch ohne Mädchen konnten sie nicht antreten. Aufgeben wollten wir jedoch nicht und begaben uns, wie die Bundesligavereine, auf den Transfermarkt. Dort trafen wir auf den TB Osterfeld, der ein ähnliches Problem hatte: zu viele Mädchen, zu wenig Jungen. Über die Ablösesumme war man sich schnell einig: drei Jungs gegen zwei Mädchen. Die Sympathie innerhalb der Mannschaft war schnell da und sie erspielten gemeinsam einen guten Platz. Unsere Minis wurden in dieser Saison zur Schülermannschaft und versuchten in gleicher Besetzung (mit ein paar kleinen Ergänzungen) ihr Glück in einer neuen Staffel.
Gleich zu Anfang ereilte uns mal wieder die gleiche Frage: Wer übernimmt den Jugendwartposten? Es gab zwar viele Bewerber für den Jugendvorstand ( er bestand und besteht aus Dirk Koch, Kerstin Damann, Matthias Schramm und Björn Borowicz ), jedoch wollte keiner die Verantwortung ganz übernehmen. Nach dem die Wahl erfolglos blieb, besetzte der Vorstand den Posten kommissarisch. mit Andreas Muralter . Die Kooperation zwischen dem TB Osterfeld und uns lief auch in dieser Saison weiter. Die zweite Hälfte der Saison spielte die Mannschaft nur noch mit einem Mädchen, Birgit Süßenbach. Am Ende der Saison machte sich die Mannschaft ein eigenes Abschiedsgeschenk, sie stieg als beste zweite Mannschaft auf. Aufgrund einer geänderten Altersgrenze hatten sie in dieser Saison zwar noch eine Galgenfrist bekommen, mußten aber in der folgenden Saison bei den Erwachsenen spielen. Der Zuwachs in der Schülermannschaft war für diese Saison groß, jedoch auch hier nur im Bereich der Jungen, so daß keine zweite Mannschaft aufgestellt werden konnte.
Unser Ausflugsziel in diesem Jahr war der Movie-Park in Kirchhellen. Wir starteten mit 30 Teilnehmern und kamen,
trotz gefährlicher Abenteuer im Bermudadreieck, in Gotham-City und in der Unendlichen Geschichte, auch alle wieder
heil zurück. Es war ein feucht-fröhlicher Tag. Es gab Getränke, Eis und unfreiwillige Duschen.
Schülermannschaft in den Meister-schaftsspielen vertreten. Die Jugendmannschaft mußte leider zurückgezogen werden, da keine Jugendlichen nachgerückt waren.
 
 
Für dieses Jahr setzt sich der BC 89 ein großes Ziel: Ein neuer Jugendwart soll gefunden werden, der sich ausschließlich für die Belange der Jugendlichen einsetzen kann. Wir möchten in der Saison 99/00 wieder mehr als eine Mannschaft ins Rennen schicken. Also Jungs sucht euch Freundinnen, die Badminton spielen können. Am Ende möchte sich die Jugendabteilung nochmals bei all denen bedanken, die sowohl bei Aktionen ( Campen, Ausflüge...) als auch bei Cafeterien immer da waren und uns unterstützt haben. Im voraus sei auch schon den vielen kleinen Helfern (hiermit sind alle Schüler gemeint, also ihr wißt, was ihr zu tun habt) gedankt, die bei den Westdeutschen Meisterschaften das Turnierteam unterstützen.(KD)
 
© 1999 BC 89